Angorakaninchen

Dieses Thema im Forum "Rassen, Farbschläge, etc." wurde erstellt von Tapsy, 26. Januar 2014.

  1. Tapsy

    Tapsy Erfahrener Benutzer

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    Hallo Zusammen

    Kennt zufällig jemand eine Züchterin in Ittigen bei Bern, die Angora-Zwergkaninchen züchtet? Suche die Adresse.

    Bitte per PN

    Danke
    LG
    Doris
     
  2. Tapsy

    Tapsy Erfahrener Benutzer

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    Niemand ??

    Oder hält hier jemand Angorakaninchen und kann mir diverse Auskünfte erteilen zu dieser speziellen Rasse.
    Bin unbeabsichtigt zu zwei Exemplaren gekommen, aber die sehen aus :ohnein::ohnein::e010:

    Gruss
    Doris
     
  3. Margot

    Margot Benutzer

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    Hallo Doris,
    ich hatte viele Jahre ( ca 10-15 ) Angorakaninchen gehalten. (Grosse Rasse.) Ich hatte sie zur Wollverwertung und war auch im Angoraclub Schweiz Gruppe Säntis aktiv. Ich bin dann aber auf Meerschweinchen umgestiegen und halte seit ca 7 Jahren keine Angorakaninchen mehr. Sehr wichtig ist die regelmässige Fellpflege, denn die Tiere müssen regelmässig geschoren werden ( ca alle 4 Mt.) Es gibt leider viele Tiere bei denen das Fell in kurzer Zeit verfilzt.
    Ich musste mal ein Tier für eine Familie scheren, welches nur ein einziger Filzklumpen war. Nicht mal das Schwänzchen war zu finden. Das dauerte min. 2 Std. Man muss dabei sehr aufpassen, dass man die Tiere nicht verletzt. Wo wohnst du?
    Mehr Infos bekommst du sicher auch unter http://www.angora-schweiz.ch

    Ansonsten melde dich bei mir ich helfe dir gerne weiter.
    Liebe Grüsse Margot
     
  4. Priska

    Priska Prominenter Benutzer

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    Musst du sie scheren oder rupfen, weil sie so verfilzt sind?

    Leider sind Zwergangoras (im Gegensatz zu den grossen Angoras, die der Wollgewinnung dienen) nicht nach sinnvoller Wolle selektioniert worden - das was bei den grossen Angoras eigentlich funktioniert, geht bei den Zwergen meistens nicht.
    Falls du wissen willst, wie sie ihre Filzplatten am besten loswerden, kannst du mich schnell anrufen, ich habe sowohl selber ein Weilchen solche gehabt als auch schon mehrfach Notfalltiere übernommen....

    Gruss
    Priska
     
  5. Rakete

    Rakete Prominenter Benutzer

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    Mit einer Schermaschine funktioniert es eigentlich recht gut ohne Verletzungen, die bei einer normalen Schere auftreten. Allerdings ist auch mit der Schermaschine sehr zeitintensiv, je nach Stärke der Verfilzung. Auch wenn man mit der Zeit ( oder Jahren :e025:) mehr Übung bekommt.
     
  6. Tapsy

    Tapsy Erfahrener Benutzer

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    Danke Euch allen für die Antworten.
    Werde morgen ausführlich darauf eingehen, wenn ich wieder fit bin.

    Gute Nacht
    LG
    Doris
     
  7. Rakete

    Rakete Prominenter Benutzer

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    Gute Besserung oder Gute Erholung!
     
  8. Margot

    Margot Benutzer

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    Auch mit Schermaschine und ohne Übung ist das scheren eines Angorakaninchens und vor allem wenn es stark verfilzt ist nicht tanz einfach. Die Stellen am Hals, Brust, Bauch und um die Beine sind doch recht knifflig und man braucht einen geübten Griff damit die Tiere dort auch ruhig hinhalten. Auch mit Schermaschine besteht die Möglichkeit das Tierchen zu verletzten.
    Evtl. könnten man dir aber sicher in einem Hundesalon, wo auch Katzen geschoren werden weiter helfen. Toi toi toi für deine Angoras und dir gute Besserung!
    Margot
     
  9. Rakete

    Rakete Prominenter Benutzer

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    Ich habe das Glück, dass alle meine Tiere ruhig halten, ausser sie kriegen gerade einen Koller aus Protest, den lasse ich sie auch in Ruhe ausleben:e025: und mache erst danach weiter. Bei meiner Langhaarigen funktioniert das sogar ohne grosses Festhalten auf dem Schoss.

    Solange man nur schwach und vorsichtig die Maschine auflegt, kriegt man bestenfalls ganz selten einen Kratzer, wenn überhaupt. Wenn man übervorsichtig ist, hat man dafür eben dann eine Ewigkeit mit dem Scheren. Aber lieber vorsichtig und in Etappen scheren, als eine Verletzung zu riskieren. Gerade für Anfänger. Zu Zweit Scheren (einer hält fest) geht natürlich an den kritischen Stellen besser, dasselbe gilt auch für einen üblichen Gesundheitscheck ( Krallen kürzen etc.). Aber mit Übung kriegt man das richtige Kaninchenhandling auch irgendwann selber hin.

    Mit der Schere schneidet man dagegen früher oder später Münzen-grosse Löcher in die Haut, wenn die Verfilzung bis auf die Haut geht. Darum ist davon abzuraten, ausser es ist oberflächlich gut ertastbar.

    Das Scheren kann auch der TA zeigen. Zu Beginn habe ich mein Kaninchen dorthin gebracht, aber nachdem die dafür auch 2 h hatten, habe ich mich selber dran gewagt, denn zu Hause ist es für das Tier zumindest ein bisschen stressfreier.

    Und sonst gilt: regelmässig das Fell kürzer schneiden (Schere) verhindert übermässige Verfilzung und erspart ein radikales Scheren.

    PS: im Winter bei Aussenhaltung ist es keine gute Idee, die Tiere mit der Maschine bis auf die Haut runter zu scheren, wenn die Verfilzung so arg sein sollte. Dann lieber vorsichtig die Schere gebrauchen und die oberste Schicht abschneiden, den Rest der Verfilzung stehen lassen. Das Prozedere ca. alle 2 Wochen so lange wiederholen, bis die Verfilzung raus gewachsen ist. Oder es irgendwann so warm wird, dass man radikal mit der Schermaschine arbeiten kann...
     
  10. Tapsy

    Tapsy Erfahrener Benutzer

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    Guten Abend alle zusammen

    Vielen Dank für Eure Antworten, Tipps, Hinweise und guten Wünsche und Dir Priska für Dein Angebot der telefonischen Beratung. Werde gerne darauf zurückkommen, falls es grössere Probleme gibt.
    Aber viele meiner Fragen wurden ja inzwischen bereits beantwortet. :dank:

    Bin zwar kaninchenerfahren, jedoch hatte ich noch nie Angoras.

    Bei den Kaninchen handelt es sich um zwei neun Monate alte, kastrierte Angora-Rammler mit Stehöhrchen (beim ersten Kontakt hiess es Widderkaninchen mit "etwas längeren Haaren"). Bisher lebten sie in einem 120-er Käfig, mal im Kinderzimmer, mal auf dem Balkon. Angeblich wurden sie gelegentlich oberflächlich gekämmt, jedoch offenbar nicht bis in "tiefere Lagen". Die Besitzerin hatte eigentlich keine Ahnung von Kaninchenhaltung, die mussten einfach her für die Kinder (3+5 Jahre alt). Angeblich hat ihr die Züchterin gesagt, dass nicht zu stark gebürstet werden darf und die Haare nicht geschnitten, weil die Kaninchen eine sehr feine und verwundbare Haut haben.
    Die Dame hat sich natürlich daran gehalten und nun haben die Kaninchen einen richtigen, dicken (2-4 cm) Filzmantel am Körper und darüber sehr lange, sehr feine Haare. Zuerst habe ich nicht einmal erkannt, wo nun hinten und wo vorne ist.
    Habe nun die obersten, feinen Haare abgeschnitten und vor allem das Gesicht freigelegt, in die Filzschicht traute ich nicht überall zu schneiden, da teilweise nicht zu erkennen ist, wo die Haare aufhören und die Haut anfängt. Am Hals zum Beispiel ist der Knoten riesengross, aber vielleicht könnte ja eine Wamme darunter versteckt sein. Daher war mir die Schere ein zu grosses Risiko.
    Und natürlich habe ich zwischenzeitig auch den Tierarzt konsultiert, denn ich traue mich nicht mehr weiter zu schnippseln, da muss eine Schermaschine aktiv werden. Aufgrund der derzeitigen Temperaturen hat er mir aber geraten, mit dem scheren noch zuzuwarten, denn hinterher sind sie wohl fast nackt. Warten natürlich nur, sofern sie keinen Juckreiz kriegen und sich nicht kratzen. In diesem Falle würde sofort geschoren und die Tiere mit einem Hundemänteli oder einem Babyanzug vor Kälte geschützt.
    Erstaunlicherweise - und zum Glück - haben sie keinerlei Parasiten, keine Milben, gar nichts.

    Habe zwar einerseits ein schlechtes Gewissen, dass ich die Ninchens noch so belasse, andererseits habe ich wegen der Kälte auch bedenken, sofort zu scheren. Vom Verhalten her, ist keine negative Beeinträchtigung zu beobachten, im Gegenteil scheinen die Tiere sich über die neuen Möglichkeiten zur Bewegung und zum Herumrennen zu freuen und es zu geniessen. Sie haben sich auch sofort und völlig problemlos in die Gruppe eingewöhnt und wurden ohne grosse Zickereien akzeptiert. Ohnehin scheinen sie aussergewöhnlich sanftmütig zu sein.

    Habe gelesen, Angoras seien grundsätzlich Kälteempfindlich, stimmt das? Muss ich besondere Vorkehrungen treffen?
    Die Ninchens leben bei uns im wind- und wettergeschützten Kaltstall (ist leicht geheizt und derzeit nicht unter +3°), es ist tief eingestreut mit TierwohlSuper und darüber eine dicke Schicht Stroh und Heu. Tagsüber können sie ins überdachte, trockene Aussengehege (ausser bei extremer Kälte lasse ich das Türchen geschlossen - aber heute war es sonnig und frühlinghaft).

    Nun hoffe ich auf einen baldigen Frühling und etwas Wärme, damit die "Frisuren" angepasst werden können. Werde auf jeden Fall vom TA scheren lassen, die Ninchen legen sich bestimmt nicht einfach so hin und lassen sich frisieren, vor allem an Bauch und Hals scheint es mir besonders heikel zu sein.


    Wünsche allseits einen schönen Sonntag.
    Danke und liebe Grüsse
    Doris


    @MONI:
    Nala hat sich riesig über den Gruppenzuwachs gefreut. Sie hat sich sofort in einen der Buben "verliebt" und ist nur noch mit den beiden unterwegs. Und die Sympathie scheint gegenseitig..............:lov::lov:::4::4::4
     
  11. Rakete

    Rakete Prominenter Benutzer

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    Das freut mich natürlich riesig für Nala!

    Dass DU kaninchenerfahren bist, weiss ich natürlich bestens. :e025:
    Wenn es etwas näher auf meinem Weg liegen würde, würde ich Dir natürlich gerne helfen. Wie gesagt, Etappenweise schneiden, hilft langfristig und entspannt nach und nach die strapazierte Haut. Natürlich wäre es auch ein Vorteil, wenn man mit der Anatomie der Kaninchen besser vertraut ist, was natürlich bei Neuzugängen nicht möglich ist.

    Selbst bei den grössten Filzhaufen lässt sich erahnen, ob man nun cm oder mm von der Haut entfernt ist. Wenn der Filz richtig dick ist, dann schneide nacheinander immer einige mm weiter runter, halte aber noch genügend Abstand zur Haut ein. Manchmal kann man danach auch den Filz etwas auseinander ziehen und die Sache lockert sich etwas. Dann spürt man auch eher, wo,die Haut anfängt oder man sieht sie langsam durch schimmern ( so weit wenn möglich nicht schneiden, denn das wärmt dann nicht mehr) Am Hals würde ich davon aus Gefahrengründen absehen und nur mit der Schermaschine arbeiten. Wenigstens wärmt der Filz im Winter bestens, da brauchst Du Dir wegen der Kälte keine Sorgen zu machen.

    Sind es denn eigentlich echte Angoras (haben Stehoren und sind mittelgross) oder lediglich ein Langhaar-Mix von irgendwas? Soweit ich mich an frühere Zeiten erinnere, hatte mein echter Angora recht gute Fellqualität, was die Wärme anbelangt. Natürlich eignen sich eigentlich Langhaar-Kaninchen gerade wegen der Fellpflege (Dreck!) überhaupt nicht für Aussenhaltung.

    Langhaar ist ja auch nicht immer dasselbe, die Fellqualität kann sich da extrem unterscheiden. Ich hatte auch schon einen Peking-Teddy (Widder mit flachem Gesicht), dessen Fell gar nicht so schlecht war. Im Gegensatz zu meiner Joya, die überhaupt keinerlei Deckhaare hat (weiss der Kuckuck, was das für eine Fehlzüchtung ist). Darum verfilzt sie auch spätestens nach 3 Wochen bereits. Warte ich doppelt so lang, dann weiss man auch nicht mehr, was wo ist... Sie wäre darum für Aussenhaltung nicht geeignet, zudem hat sie stellenweise trotzdem so dünnes Fell, was im Winter ohne Filz nicht genügend wärmt.

    Zwar habe ich im Verhalten jetzt nichts bemerkt, aber ich bin schon oft erschrocken beim runter schneiden, wie stark die Haut darunter verzogen war und sich übermässig spannte. Ehrlich gesagt, muss ihr das sicherlich Schmerzen bereitet haben! Bei ihr musste ich auch schon bis auf einen halben cm runter kürzen und kleinere Stellen komplett scheren, was sie ausgehalten hat, obwohl mir alles andere als wohl dabei war. Ob Kaninchen irgendwelche Bodys oder Hundemänteli langfristig akzeptieren, wage ich zu bezweifeln.

    Willst Du richtig mit der Schermaschine arbeiten, dann musst Du ja sowieso bis Ende Mai warten. Daher lohnt sich ein Etappenweises, wiederholtes Schneiden der oberen Schichten mit der Schere auf alle Fälle. Wenn Du nichts machst, wird es leider nur noch schlimmer. Ich spreche da aus Erfahrung, weil mir das im Winter schon oft passiert ist...
     
  12. Priska

    Priska Prominenter Benutzer

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    Ich habe da jeweils einen groben Metallkamm verwendet, um die Filzstellen von der Haut wegzuziehen. Das ziept zwar ein bisschen, dafür kann man nachher gefahrlos mit der Schere durchschneiden....

    Viel Erfolg!
    (Und ich würde die glaub lieber jetzt nackt machen und an der Wärme lassen als den Filz noch drei Monate dranlassen - oft gibt es richtige Hautentzündungen drunter, weil die Haut nicht atmen kann)

    Gruss
    Priska
     
  13. Rakete

    Rakete Prominenter Benutzer

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    Oft hätte bei mir niemals ein Metallkamm geholfen, da es nirgendwo einen Ansatzpunkt gab, noch hätte man irgendwas durchstossen können... Nichtmal eine Scherenspitze.

    Bei gewissen Tieren kann es einfach schnell recht krass werden. Ich erinnere mich noch damals, dass der Tierschutz (vor meiner Übernahme) sich böse darüber beklagt hatten, dass sie so ein vernachlässigtes Tier auch noch nie sahen und es komplett geschoren werden musste. Als ich sie dann übernahm, habe ich mich echt gefragt, wo die was überhaupt gemacht haben... Oder ob es möglich ist, dass innert Kürze fast wieder ein ähnlicher Zustand erreicht wird. ( mittlerweilen weiss ich, dass es möglich ist...)

    Wenn Tiere Monate- oder sogar Jahrelang vernachlässigt werden, dann ist das Resultat verheerend.
     
  14. Tapsy

    Tapsy Erfahrener Benutzer

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    @Moni
    Herzlichen Dank für Dein Angebot. Es wäre wirklich etwas viel verlangt, eine Reise hierher nur zum scheren. Habe übrigens auch keine eigene Maschine, dafür aber einen Tierarzt mit Top-Assistentinnen-Team. Auf die und deren Schermaschine kann ich mich sehr gut verlassen. Daher ist das für mich eigentlich das kleinste Problem.

    Ja es ist genau wie Du sagst, wenn man in diese Filzdecke schneidet, teilen sich die Haare immer wieder - je mehr man schneidet, je mehr Haare werden es, so kommt es mir zumindest vor.
    Ob es "richtige" Angora sind kann ich nicht so genau beurteilen. Wenn ich aber in Internetseiten nach Fotos suche, sind sie denen sehr ähnlich. Etwa mittelgross (etwas grösser als ein Zwergli), mit Pinselartigen "Tschüppeli" an den Ohren, die Haare (die ich inzwischen weggeschnitten habe) lang am Körper herunterhängend und extrem fein. Können aber sehr gut irgendwelche Mixe sein.
    Bin ja mal gespannt welche Körpergrösse übrig bleibt, wenn dann alle Haare weg, bzw. auf die normale Haardecke begrenzt sind.

    Hatte ja mal ein Mini-Cashmere-Lop, oder zumindest sowas Ähnliches. Der hatte auch so feine Haare, die regelmässig gekämmt und gebürstet werden mussten. Schon innert Wochenfrist hatte er immer neue Knoten. Der kam damals auch in verfilztem Zustand an, wenn auch nicht so schlimm wie diese hier, und den habe ich dann auch einmal jährlich vom TA scheren lassen.


    @Priska
    Genau was Du in Klammer schreibst wegen der Entzündungen sind auch meine Bedenken. Daher bin ich hin und her gerissen, ob warten oder sofort scheren. Allerdings habe ich keine Möglichkeit, die Kaninchen ins Haus zu nehmen. Trenne sie auch ungern wieder aus der Gruppe, nachdem sie sich nun so schön und problemlos eingewöhnt haben. Trotzdem ist dieser Gedankengang noch nicht abgeschlossen.

    Natürlich lasse ich die Sache so oder so nicht einfach ruhen bis im Frühjahr. Werde das mit dem Kamm einmal versuchen, obwohl es mir zuwider ist, die Tiere zu ziepen. Genau das macht es ja dann auch aus, dass sie später Angst haben vor dem Kämmen und die Fellpflege so zur Plage wird. Das möchte ich wenn möglich vermeiden. Schliesslich sind sie noch jung und werden das noch einige Jahre aushalten müssen. Sie sollen nicht in Panik kommen, wenn sie Kamm und Bürste nur schon sehen.

    Werde aber auch immer wieder mit Schere ansetzen, wo möglich. Es ist schon wie Moni zuletzt beschreibt, die Schicht ist an einigen Stellen unheimlich dick, der eine Rammler hat beidseitig am Körper richtige Kissen, an denen man das Tier problemlos hochheben könnte.

    Woran erkenne ich übrigens, wann die "Erntezeit" ist für die Angorahaare? In dieser Zeit müsste man doch relativ gut mit dem Kamm arbeiten können und diese Wülste entfernen, oder habe ich diesbezüglich etwas falsch verstanden?


    Da es in der Nacht intensiv geschneit hat, sind wir nun kuschelig eingeschneit. Habe also viel Zeit heute, mich mit Kaninchenhaaren auseinander zu setzen.

    Werde dann wieder berichten, oder habe dann je nach Entwicklung noch auch weitere Fragen.


    Nochmals vielen Dank an alle!
    Schönen Sonntag
    LG
    Doris
     
  15. Roxy

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    Liebe Doris

    Ich freue mich von Herzen für Nala, dass sie ein so schönes Zuhause gefunden hat und sich offensichtlich nun auch richtig wohl fühlt! :)

    Vielen Dank dass du sie und jetzt auch noch diese zwei Angorabuben aufgenommen hast!
    So schön, dass sich die Kleinen so schnell gefunden haben.

    Den zwei Angoras wünsche ich, dass sie bald ohne Filzdecke rumhoppeln dürfen und sich auch in ihrer Haut entspannt fühlen. :)
    Und Nala wünsche ich noch viele glückliche Jahre bei dir und ihren Freunden.

    Liebe Grüsse
    Rebi
     
  16. Rakete

    Rakete Prominenter Benutzer

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    Die Filzkissen sind mir bekannt. :e025: Bei mir war auch schon die Blume derart eingewachsen, dass die nicht mehr bewegt werden konnte. Selbst bei Kurzhaarfrisur komme ich kaum mit einem Kamm durch, darum lasse ich es auch. Aber wie gesagt, jedes Tier ist anders und ich weiss auch nicht, was die heutige Angoras-Züchtung für Fellqualität hat. Früher gab es nur die typischen Albinos.

    Ich habe selber natürlich eine Schermaschine (dieselbe, die mein TA hat), aber kein Akku hält solange hin. So wie es sich anhört bei Dir, hätte man bei Deinen locker über 2h pro Tier. Ich habe auch schon bei einem fremden Tier alleine ca. 4 h rum schneiden oder scheren müssen. Solange geht dies sowieso nicht auf einmal - das wäre zu stressig für Mensch und Tier. Daher würde ein einmaliger Besuch meinerseits auch nicht viel nützen.

    Und wie Du selber schon bemerkt hast, je mehr man schneidet, desto mehr Haare kommen hervor. Aber nur so löst sich der Filz mit wiederholtem Nachschneiden langsam auf. Und Du verhinderst so einen starken Wärmeverlust mit wiederholtem Schneiden. Und schneiden tut in der Regel auch nicht weh im Gegensatz zu kämmen. Nur eben um den Einfangs-Stress kommt man nicht herum.

    Dann freue ich mich über ein paar schöne, neue Angora Fotos aus dem verschneiten Berner Oberland.:p030: