Schneidezahn gespalten!

Dieses Thema im Forum "Krankheiten" wurde erstellt von Alex, 26. Oktober 2017.

  1. Alex

    Alex Benutzer

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    Kallnach
    Hallo zusammen,

    Ich habe leider knapp 4 Monate nach Peggy mit Panda nun das zweite Zahn-Sorgen Schweinchen:7779 !

    Panda hat (aus mir unbekannten Gründen) den einen oberen Schneidezahn gespalten, in eine vordere nd eine hintere hälfte. Dies hatte ich schon vor ein paar Wochen gesehen und immer gedacht, ich sollte es wohl mal dem TA zeigen, aber da er immer gut gefressen hat und seeeehr ungern aus dem Gehege genommen wird, hab ich damit noch gewartet. Bis dann vor 10 Tagen der betroffene Zahn auf die halbe (sichtbare) länge abgebrochen ist. er schein wohl irgendwo hinuntergefallen zu sein oder sich gestossen zu haben. War natürlich Sonntag! Am Montag beim TA (meine TÄ war im Urlaub) hat die Stellvertretung gemeint man könnte es vermutlich sein lassen. Als ich aber nochmals auf die Spaltung des Zahns hinwies hat sie doch gesagt wir geben mal AB und Schmerzmittel (Metalcam für Katzen , aber Dosierung für 10kg!:hharehoch:! Hattet ihr das auch schon, fand ich enorm viel! Sorge mich um seine Nieren...) es könnte gut sein, dass der Zahn ganz wieder nachwächst. Nun ist er immer noch den ganzen Sichtbaren Bereich gespalten und am Montag hab ich dann den nächsten Termin bei der TÄ die aus dem Urlaub zurück ist.

    Hattet ihr so was schon mal? Könnte / müsste man den Zahn notfalls auch ziehen ? Oder wäre das Risiko für ein über 3 Jahre alter Kastrat wohl zu gross? er Frisst zum Glück noch gut und hat nur leicht abgenommen, (von 1060 auf 1030g in 10 Tagen).

    Ich mache mir grosse sorgen, dass es ihm nach einem eingriff ev. schlechter geht als jetzt. Andererseits könnte ev. durch den Spalt Keime einen Abszess verursachen, der dann auch schlimm wäre... :a015::nixweiss: Bin etwas ratlos....

    Grüsse,
    Alex

    PS: das Veraflox aus einem Beitrag hab ich nun selber gebraucht, das Thema kann also gelöscht werden.
     
  2. Locke

    Locke Prominenter Benutzer

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    ich habe schon 3 Zahn OP gemacht und bin danach zu folgendem Entschluss gekommen; solange die Tiere gut fressen und auch die Stockzähne immer normal abgenutzt werden, mache ich keine OP mehr.. Wie du bereits selber geschrieben hast, kann es ihnen nach der OP schlechter gehen als vorher. Hinzu kommt, dass es auch ganz auf den Charakter eines Tieres drauf an kommt. Ich hatte nämlich mal einen, der hat nach der OP gar nichts mehr gefressen, der hatte einfach die OP nicht verkraftet und überhaupt hat es ihm danach gar nicht mehr gepasst. Er hat dann nichts mehr gefressen, auch keinen Brei und ist nur noch herumgelegen.. Er hat auch gar nicht mehr versucht zu fressen.

    Dann hatte ich Emilio, bei ihm wurden beide unteren Zähne gezogen. Das war ein Kämpfer. Er konnte nach 3 Wochen wieder selbstständig fressen. Aber natürlich muss man solchen Schweinchen dann hartes Gemüse etc. in kleine STreifen schneiden, sie können ja nicht mehr abbeissen. Emilio ist dann an einem Blasentumor verstorben 1 1/2 Jahre danach.

    Nun zu Brownie, er ist kürzlich verstorben, aber nicht wegen den Zähnen. Er hatte auch gespaltene Zähne unten. Das sah jeden Monat mal anders aus. Die Stiftzähne sind dann wieder mal abgebrochen und es war längere Zeit wieder Ruhe, sie sind dann aber auch wieder nachgewachsen. So ist es vorgekommen, dass er unten öfters mal 4 Zähne hatte statt nur 2. Er konnte so aber immer gut fressen, hat auch die oberen Zähne immer normal abgenutzt und auch die Stockzähne waren immer in Ordnung. Wie er das gemacht hat, weiss ich heute noch nicht.

    Was ich damit sagen will ist, dass jeder Fall ganz individuell sein kann und dir das keiner im voraus sagen kann wie es herauskommt. Tatsache ist, dass eine OP viel kostet, dem Tier evtl. nicht hilft, es dem Tier evtl. danach schlechter geht und du ihn dann trotzdem erlösen lassen musst. Es kann aber auch anders sein.

    Ich denke mal, solange ein Tier keinen Kieferabszess hat, kein Eiter im Kiefer und bei den Zähnen heraustritt, keine Schmerzen damit hat, alle anderen Zähne tiptop abnutzen kann, kein Gewicht verliert und sonst putzmunter ist, es wohl besser ist, wenn man es so belässt so lange es gut geht.

    Eines muss man einfach wissen, wenn die Tiere einmal so etwas haben, wird es sich nie mehr richtig regulieren, sie werden immer wieder Probleme haben damit. Wenn man sie natürlich ziehen lässt und es gut kommt, ist das Problem dann natürlich behoben; ich sage aber, falls es gut kommt.........

    Ich habe noch Giojana bei mir. Bei ihr sind beide unteren Zähne abgefallen/abgebrochen. Sie haben gewackelt. Sie hat aber dort keine Kieferveränderungen und auch nie Eiter. Das war anfangs Jahr und sie ist heute noch putzmunter am Fressen. Die Zähne sind ihr aber nie mehr nachgewachsen.

    Bei anderen Tieren kann es aber auch wieder sein, dass die Reststücke der Zähne dann im Kiefer Probleme machen. Kann dir auch keiner sagen.

    Schau doch mal, ob er sich normal verhält, keine Schmerzen hat beim Fressen und behalte das Gewicht gut im Auge. Kannst auch ab und zu mal im Mäulchen riechen, ob es nach Eiter stinkt. Das riecht man relativ rasch, auch wenn man noch nichts davon sehen kann. Du kannst dir ja mal Metacam besorgen und wenn es ihm Probleme machen sollte, ihm solange mal Metacam geben. Ich habe das bei Brownie immer so gemacht, wenn ihm ein Zahn abgebrochen ist und er ein bisschen geblutet hat. Dann hat er Metacam bekommen für einige Tage und dann habe ich wieder aufgehört damit. Metacam ist ja auch entzündungshemmend und nicht nur für die Schmerzen.

    Also bei meinen Meerschweinchen haben 3-4 tropfen Hundemetacam immer ausgereicht. Ich glaube 1 Tropfen ist 0,1 ml, das wären dann 0,3 - 0,4 ml pro Tag.

    30 g Gewichtsverlust in 10 Tagen ist nicht viel. Kann auch von der Fütterung abhängig sein. Tragisch ist ein gewichtsverlust von 50 g in 2-3 Tagen oder 100 in einer Woche.

    Falls du mit deinem TA nicht ganz einverstanden bist, müsstest du halt evtl. eine Zweitmeinung bei einem Nagerspezialisten einholen. Aber ich weiss ja nicht, evtl. gehst du ja schon zu einem.

    und so sahen Brownies Zähne aus

    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2017
  3. Locke

    Locke Prominenter Benutzer

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    Ps. Ich habe von meiner Tä jeweils ein abgefülltes Fläschen mit Hexarinse mitbekommen. Das desinfiziert das Zahnfleisch ein bisschen (bei Blutungen, Entzündungen). Leider gibt es nur grosse Flaschen, da es eigentlich für Hund und Katze ist, aber vielleicht füllt dir der TA auch etwas davon ab. Da das Mittel nicht gerade runtergeschluckt werden sollte, nehme ich jeweils ein Wattestäbchen und mache es mit dem Mittel nass und betupfe die Stelle jeweils 2-3mal täglich bis es wieder besser ist.

    [​IMG]

    EIGENSCHAFTEN
    Hexarinse ist eine erfrischende und angenehm schmeckende Spüllösung, die Chlorhexidingluconat enthält. Die antimikrobielle Aktivität von Chlorhexidin hilft, Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen.
     
  4. Alex

    Alex Benutzer

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    Danke Jeanette, für Deine Erfahrungen und den Tipp mit dem Hexarinse- Hab mir schon gedacht, dass das halt ganz individuell ist je nach Schweinchen-Charakter und wenn ich an Peggys Geschichte zurückdenke, da hat ja auch alles nichts genutzt und schliesslich mussten wir das Schweinchen gehen lassen... Hoffe mein Panda packt das, obschon er eher ein scheuer Kastrat ist. Ich werde wohl fragen, ob die TÄ ein röntgen oder sonst was machen kann auf dem man sehen könnte wie weit der Zahn gespalten ist. Mit etwas Glück wächst er ja wirklich gesund wieder nach und wir brauchen einfach noch etwas Geduld. Der abgebrochene Teil ist jedenfalls inzwischen schon wieder nachgewachsen und somit beide Zähne wieder gleichlang.

    Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wie es weitergeht...

    Alex
     
  5. Alex

    Alex Benutzer

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    Also, waren nun beim Tierarzt. Sie hat sich den Zahn genau angesehen, geprüft ob er wackelt (tat er nicht) und uns geraten, mit regelmässiger Gewichtskontrolle weiter zu beobachten, ob er gut damit klar kommt. Falls ja, würde sie es auch so belassen und er kann mit dem Zahn leben, falls er abnimmt oder aufhört zu fressen oder sonst was negatives passiert, sollten wir uns wieder melden und dann würde man ev. den Zahn dann ziehen. Aber solange er nun gut frisst und da der abgebrochene Teil sehr gut (zwar gespalten aber schön gleichmässig, parallel zum anderen und schnell) nachgewachsen ist und er auch alles schön gleichmässig abnutzt, wäre es ein grosses Risiko mit dem Eingriff die Situation zu verschlechtern. Es gäbe viele Fälle, die nach dem ziehen nicht mehr gut oder gleichmässig abnutzen und dann lebenslang immer wieder korrigiert werden müssen (was für das Tierchen stress bedeute), oder sonst Komplikationen seien halt bei einem solchen Eingriff auch nie auszuschliessen. Daher würde sie ihm noch ein Bisschen Zeit geben und ev. den Eingriff ersparen. Jetzt drücken wir die Daumen, dass es so gut weitergeht. Gesund wird er wohl nicht mehrnachwachsen. Wenn es was neues goibt, werde ich es wieder schreiben...

    Gruss,
    Alex
     
    Dazisch gefällt das.
  6. Locke

    Locke Prominenter Benutzer

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    Sag ich ja ;) Viel Glück!
     
  7. Alex

    Alex Benutzer

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    Hoi zäme,

    lange Zeit hatten wir jetzt Glück mit Panda und seinen Zähnen. Im Juni 2019 hatte er einen Arthrose-Schub im Kiefergelenk, was dazu führte, dass er einseitig gefressen hat und die Zähne Schief abgenutzt wurden. Haben wir korrigieren lassen (obschon ich etwas Angst hatte, dass er mit seinen inzwischen 5 Jahren nicht mehr aus der Narkose aufwachen würde). und mit einer Woche Schmerzmittel war das dann überstanden, und Panda konnte den Sommer glücklich mit seinen Damen geniessen und bis im Dezember bei Trockenem Wetter in den Gartenauslauf um frisches Gras zu fressen. über die Feiertage hat sich nun wider eine schräge Abnutzung gezeigt und er hat sich auf weiches Futter beschränkt. Ich dachte es wäre wieder dasselbe, da er nach gabe von etwas Schmerzmittel wieder besser/ schneller gefressen hat (er war aber ständig am Mampfen und hatte daher nicht abgenommen).
    Am Montag hatte ich den Termin bei der TÄ und bekam leider die Diagnse, das es nicht das Kiefergelenk ist sondern die Lymphknoten, weil er sehr wahrscheinlich Lymphknoten-krebs hat:eek: (es waren alle tastbaren Lymphknoten etwas vergrössert) . Sie hat ein paar davon punktiert und Proben in ein Labor geschikt um die Leukozyten-Zahl zu messen (je höher umso "krebsiger").
    Damit hätten wir dann verloren:(. Wir dürfen unseren lieben Panda nun noch unter Schmerzlindernder Paliativ-Pflege geniessen, solange er noch gut zurechtkommt und er darf bei uns mit Emma, Stärndli und Flöckli seine Letzten Wochen /Monate verbringen. Wir sind sehr traurig über diese Diagnose, aber froh, dass wir es wissen/ uns darauf einstellen können und ihm nun noch jeden seiner herzigen Grasbettelwünsche erfüllen können. Gestern und Sonntag ist er inmitten der Damen genüsslich an der wärmenden Wintersonne gelegen und hat mit Wonne die imernoch frischgrünen Grashalme verschlungen:)
     
  8. Aika

    Aika Administrator Mitarbeiter Admin

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    Oh je, das tut mir sehr leid! ::11
    Gut dabei ist es, dass Ihr eine Diagnose habt und ihm jetzt einfach noch eine schöne Zeit gönnen könnt. Verwöhnt ihn nach Strich und Faden und lasst ihn gehen, wenn er leidet.
    Ich wünsche Euch viel Kraft für die kommende Zeit!
     
  9. Alex

    Alex Benutzer

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    Hoi Zäme,

    es ging nun doch schneller als wir uns erhofft hatten. Wir mussten unseren geliebten Panda heute erlösen lassen. :777 Die Tumore sind stark gewachsen und haben ihm wohl auch an den Organen zugesetzt (abgesehen von den 2 nun Offensichtlichen am Hals, die ihm durch gestaute Flüssigkeit einen geschwollenen Hals verursachten) Er hatte seit Anfang Woche täglich weniger gegessen und konnte gestern und vorgestern auch nur noch teilweise am Gruppenleben teilhaben, weil er nicht mehr die Rampe runter in den Auslauf wollte/konnte. Aber er hatte sich jeden Mittag genüsslich an die Sonne gelegt und seine 3 Damen haben sich ganz nahe zu ihm gelegt. Gestern hatte ihn Flöckli sogar noch liebevoll geleckt:( als wollte es ihn trösten...:missu::777 Es hätte ihn keines der anderen Schweinchen vertrieben sondern er wurde bis zuletzt höchst respektvoll behandelt und wenn er irgendwo liegen wollte, wurde ihm sofort platz gemacht. Das und dass eigentlich paraktisch immer eines neben ihm gelegen ist, hat uns echt gerührt. Es war eine sehr schwere entscheidung, aber ohne aussicht auf Heilung wollten wir ihn nicht verhungern oder sonstwie leiden lassen, das hatten wir ihm versprochen. Wir sind sehr traurig aber Dankbar für die über 5 1/2 Jahre, die wir unseren Panda haben durften und all die vielen schönen Momente die er uns beschert hat.

    Ich übe gerade wieder etwas mit dem bild hochladen aber werde ihm nächste Woche ein Andenken in der Regenbogenbrücke erstellen.

    Liebe Grüsse an alle Meerifreunde und Danke denen, die mit uns mitgefiebert haben,
    Alex
     
  10. Alex

    Alex Benutzer

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    Kallnach
    Panda2.PNG Das war unser Panda-Schätzeler, das Bild ist vom letzen Sonntag
     
    Jeberino, hirsi, Aika und 3 anderen gefällt das.
  11. Cismo

    Cismo Erfahrener Benutzer

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    Mein herzliches Beileid.
    Die Tiere merken schon wenn es einem Gspähndli nicht gut geht und es ist so schön das er in dem letzten Moment die Liebe und Zuneigung bekommen hat.
    Ich wünsche alles gute und Kraft.
    Liebe tröstende Grüsse Fiona